Canon EF 135mm F 2.0 L USM

 

Endlich ist es da! Heute am 09.03.2017 erreichte mich das Ebay-Paket aus Großbritannien mit der UPS. Nach nur 3 Tagen und langem hin- und her überlegen, ist es nun in meinem Besitz.

 

Eine Festbrennweite im Telebereich mit satten 135mm. Dieser Glasbrunnen hat eine maximale Offenblende von 2.0 und zaubert für das Kleinbildkamerasegment ein derart cremiges Bokeh (weicher, unscharfer Hintergrund), dass einem der Mund offen bleibt. Einsetzbar sowohl in der Hochzeits-, als auch in der Landschafts- und Tierfotografie.

 

Umso mehr freue ich mich auf die kommende Saison mit all den Paaren, die in den Genuss der Bilder kommen können, die Ich euch mit diesem, neuen Prachtexemplar von Canon liefern kann.


Das New Petzval 85mm Art Objektiv von Lomography ist eine beeindruckende Neuauflage einer der ersten und großartigsten Objektive aller Zeiten. Das Objektiv besteht aus Messing und einer hochqualitativen Glasoptik und wird von Zenit in Russland (Krasnogarsk) hergestellt. Das Objektiv erstellt ein extrem scharfes Bild mit einer starken Farbsättigung und kunstvollen Vignettierung und bezaubert darüber hinaus noch mit einem wunderschönen Bokeh-Effekt (Der unscharfe Hintergrund). Das Bokeh wird auch Swirly genannt, da sich hier die normalerweise kreisrunden Bokeh-Bällchen linsenförmig um das fotografierte Objekt ziehen. 

 

Geduld gehört hier trotzdem dazu. Denn anders als bei modernen Objektiven mit blitzschnellem Autofokus (AF), fokussiert man hier noch manuell. Hinzu kommt, dass man die Blende noch mit der Hand einlegt. So ergeben sich neue Möglichkeiten in Hinsich auf Diversität und Qualität der Bilder, die man euch bieten kann.




Mit dem 35mm 1.4 DG HSM hat Sigma vor ein paar Jahren das beste Flaggschiff im kommerziellen Fotografenalltag und gerade für uns (Reportage)fotografen geschaffen. In unzähligen Vergleichen mit Canon, Nikon & sogar Zeiss schlug das Sigma 35mm in Sachen Bokeh seine Gegner. Dieses ist unvergleichlich cremig und weich bei maximaler Offenblende von sehr lichtstarken 1.4. Hinzu kommt, dass es bei dieser Blende eine super scharfe Abbildungsleistung entwickelt. Ist Canon hier eher weich und nicht wirklich knackenscharf, zumindest bei der Ier-Version, bietet das Sigma für 2/3 des Preises von Canon eine ultimale Schärfe, die für manchen Portraitfotografen zu viel sein mögen. 

 

Dennoch ist dieses Objektiv das sogenannte "Immer-Drauf", da man hier einen leichten Weitwinkel hat und zu dem auf Kleinbildkameras, wie es meine 5D und 5D Mark III sind, einen fast optischen Eindruck hat, als würde man alles durchs menschliche Auge wahrnehmen. Ich glaube zu meinen, dass das menschliche Auge im übertragenen Sinne zum Objektiv eine Brennweite von 42,5mm hat. Falls ich falsch liegen sollte, bitte Ich darum mit mir Kontakt aufzunehmen, damit ich das berichtigen kann.

 

Für Hochzeitsfotografen würde ich schon fast behaupten, dass zumindest 35mm ein Must-Have sind.

 


Mit dem Sigma 12-24 4.5-6.3 DG HSM II hatte ich vornherein echt die Qual der Wahl. Das Canon 17-40mm F/4 L USM hatte zwar Anfangs mit 17mm einen tollen Weitwinkeleffekt auf Kleinbildformatsensor, aber irgendwann habe ich kaum noch einen Effekt warnehmen können und ich wollte krassere Winkel und damit verbundene Perspektiven.

 

An sich tun viele Fotografen solch Ultraweitwinkel (UWW) als Spielzeug zum experimentieren ab und ich stimme dem Ganzen auch teilweise zu. Wer damit im Jahr nur 3-4 Fotos machen will, sollte sich wirklich überlegen, ob man über 500€ (für ein neues Objektiv) investieren sollte, denn vorher sollte man sich im Bilde sein, für was man es an sich braucht. Will ich damit Indooraufnahmen aufnehmen, weil ich i.d.R dazu gewungen werde, sprich im Standesamt oder in der Kirche oder soll es für Landschaftsaufnahmen taugen? Durch meine Erfahrung mit diesem Objektiv kann ich nur sagen: Teils, Teils. 

 

Da es nicht wirklich lichtstark ist, kommt es kaum für Innenräume in Frage. Zudem hat man fallen Linien, wo sich jeder Architekt die Haare rauf, wenn er das sieht, falls es nicht per Korrektur behoben werden sollte. Ich empfehle es wirklich als Zusatz für mehr kreativen Raum und abgefahren Situationen, in den man ausgefallene Sichtweisen benötigt. Sei es auf Hochzeit beim Anschneiden der Torte, wenn man noch etwas Gegenlicht reinbekommt und man evtl. mit dem Lenseflare arbeiten kann, denn das schmeißt das 12-24 extrem bei Gegenlicht. Die Gegenlichtblende ist fest montiert und nicht abnehmbar (es sei denn, man will es abflexen). Was natürlich auch ordentlich ins Gewicht fällt, ist das Gewicht an sich und man sieht deutlicher Regenflecken auf den Bildern. Und natürlich Staub, der sich dort schneller ablässt. Wer mit Filter arbeiten will, benötigt zudem zusätzlich spezielle Filterhalterungen, da durch das konvexe Linsenglied kein Filter aufgeschraubt werden kann. Ich hatte mir deswegen eine Halterung 150x150mm von Haida zugelegt und dazu einen Haida Filter mit ND 3.0 (1000x). Schaut euch einfach einige Ergebnisse an und ihr werdet neue Sichtweisen auf die Dinge erleben, wie ihr sie vorher noch nie gesehen habt.



Das gute, alte Canon 17-40mm F/4 L USM. Nur Gott weiß, wieviel Liter Bier & Wein das Objektiv schon überlegt hat. Sei es vom Halter oder von den Partyleuten, die mit dem Mischebecher auf der Disco eskalierten. Dazu sollte ich sagen, dass ich schon zum zweiten Mal in dem Besitz dieses mehr oder weniger tollen Schmuckstückes bin. 2012 wurde mir in Afrika mehr oder minder alles entwendet, was tum fotografieren taugt. Für ein relativ schmales Budget für ein "L" von Canon und gutem UWW (Ultraweitwinkel) kaufte ich mir dieses Teil noch einmal. Für mich waren zu damaligen Zeitpunkt die Masse entscheiden, die guten 17mm am Ende und die halbwegs verwendbare Blende von 4.0. Natürlich sind auch Schärfe und Vignettierung bei solch einem UWW entscheidend. Viele Fotografen bevorzugen, wie ich damals, eine von Natur aus gut hervorkommende, dunkle Vignettierung (Vignettierung beschreibt die dunklen Räume in den Ecken des Bildes, die weich, hin zur Mitte auslaufen. Mal mehr, mal weniger stark). Wer Vignettierung absolut nicht mag, der blendet einfach ab. Spätestens bei Blende 8 oder 9, sollte nichts mehr vorhanden sein.

 

Mit dem Objektiv mach ich groößtenteils Partyfotos. Mit dem Infrarotsensor auf meinem schon 10 Jahre alten 430er EX Blitz, brauch man auf der Feier auch nicht mehr durch den Sucher der Kamera schauen, sondern kann bei 17mm einfach freihand draufhalten. Das erleichtert natülich das fotografen, gerade in spontanen Situationen, wie auf Discothek, im Club oder auf der Hochzeitsfeier. Schnell die Kamera hochgerissen und abgedrückt innerhalb einer Sekunde. Mit der 4er Blende bleibt auch alles Scharf. Gerade ab 3 Personen, braucht man keine 2.8er Blende, die das Objektiv für diesen alleinigen Zweck eh nur unnötig verteuern würde.

 

Da ich auch schon älter werde, fallen für mich Club & Discotheken weg. Ich hatte schon Anfang 2008, als ich mich noch sehr viel mehr als Anfänger für den Kosmos der Fotografie interessierte (keine Sorge, ich brenne immer noch dafür), habe ich nachgeforscht, was es noch so allerlei kreatives gibt und traf dabei auf die Astrofotografie, wo auch die Infrarotfotografie eine große Rolle spielt. Dazu werde ich evtl. mal einen gesonderten Beitrag schreiben. Hierzu sei aber ersteinmal nur gesagt, dass ich mir 2x den Hoya IR 72 zulegte, mit dem man das Infrarotlicht einfangen kann, welches besonders bei Pflanzen mit ihrem hohen Chlorophyll gehalten nicht absorbieren, sondern bestens emiitieren. Hierdurch wirken die Blätter im Schwarz/Weiß nicht einfach nur Grau, sondern komplett ins Weiße. Seht einfach selbst. Partyfotos habe ich aufgrund von Grimassen und Gesichtsverzerrung von Privatpersonen mal nicht hinein genommen. DIe Infrarotaufnahmen sind generell schwarz weiß, weil es im Original & in Farbe, dank verbautem Infrarot-Sperrfilter, dann so aussehen würde: