Stockholm (gesprochen: Sch'tockholm), auch das Venedig des Nordens genannt, durfte endlich und zum allerersten Mal von mir besucht werden. Nach Kopenhagen im letzten Jahr, folgte die nächste Landeshauptstadt Skandinaviens, die genauso unvergleichlich schön ist, wie alle anderen Städte im hohen Norden.

 

Zwischen Tradition und Moderne schafft es Stockholm für mich gekonnt alles miteinandern zu verbinden. Zum einen haben wir Gamla Stan, die ehrwürdige Altstadt mit engen und labyrinth-artigen Gassensystem. Auf der anderen Seite Baustellen wie in Slussen, wo gleich hunderte von neuen Wohnungen entstehen, natürlich in moderner, typisch skandinavischer Architektur. Mit kleinen, liebevoll gestalteten Geschäften, Bars & Café's wird eine wundervolle und nahbare Athmosphäre geschaffen, unweit des Kommerzes & der Leuchtreklame, wie man es zum Beispiel hier in Berlin gewohnt ist. Sicherlich hat auch Berlin seine schönen Ecken, so wie Stockholm seine unschöneren Seiten hat, aber grundsätzlich punktet Stockholm mit seinen, vielen Parkanlagen und die Nähe zum Wasser.

Vorteil für mich war es, dass meine Freundin schon mehrere Jahre in Stockholm leben durfte. Sie kannte sich also überall aus und konnte mir Insider-Tipps zeigen, die nicht mal in den gängigen Reiseführern enthalten waren. Dennoch kommt man natürlich nicht drumherum, sich auch die bekannten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Sei es das königliche Schloss, das Skansen (Freilichtmuseum) oder das schlendern durch den Djurgården (Tiergarten) und natürlich einem der bekanntesten Wahrzeichen, dem Stadshuset, wo auch jährlich das Festessen nach der Vergabe des Nobelpreises statt findet.

Für mich, als Fotograf, kam natürlich auch das weltweit bekannte & angesehen Fotografiska auf die HotSpot-Liste. Hier stellen die kreativsten Fotografen und Künstler ihre Werke aus. Im Bezirk Södermalm, befindet sich das Museum für zeitgenössische Fotografie direkt am Wasser und ihr bekommt dazu noch einen wundervollen Blick auf die Skyline Stockholms. Wir konnten uns die Austellung von Cooper & Gorfer" anschauen. Zwei extrem begabten Frauen, die weltweit unterwegs waren. Ihre Werke verbinden die ländlich, bezogene Tradition & Kultur mit Portraits von den Menschen, die sie im bildmalerischen Collagenstil zusammenfügen, so dass ein einmaliges und intensives Portrait entsteht, was lange im Gedächtnis hängen bleibt. Die Austellung geht noch bis zum 11. Juno 2017. Also nichts wie hin da. Weitere Aussteller sind u.a. Patrick Demarchelier der bekannte Größen im Modelbereich portraitiert hat. Außergewöhnliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Ich war von den Bildern vollkommen hin und weg. Perfektionist im Bereich (High) Fashion. Die Lichtführung und das erzeugen symbiotischer Linien haben mich in den Bann genommen. Lennart Nilsson Austellung war auch grandios. Er machte hochauflösende Fotos mit dem Elektronenmikroskop vom Anfang des Lebens. Vom Spermium & Eizelle bis hin zum Säugling. 

Das U-Bahn-System von Stockholm. Was soll ich dazu sagen? Ich war sprachlos bzw. überwältigt. Das die Skandinavier von Design viel Ahnung haben wusste ich. Aber hier unterhalb der Erde haben sie an vielen Stationen ihrer Kreativität freien lauf gelassen. Man möchte meinen, dass jede Station einzigartig ist. Wenn man nicht anders wüsste, würde man denken, man sei in Super Mario World. Immer wieder in einem neuen, sonderbaren und dazu noch buntem Level. So bunt & vielfältig wie die Stadt selbst. Ich habe mich in Stockholm verliebt! Ganz viel dazu beigetragen, hat auch meine Freundin. Danke dafür! <3